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11.10.2025 - So, die
Inspektion ist durch, jetzt geht's an die Fehlersuche,
03.01.2026 - Dieter nimmt sich etwas Zeit, so auch ich: Er hat einen kompletten rechten Gabelholm ergatttert, den arbeiten wir nun auf, da die Gabel immer noch undicht ist, wie sich seit der Inspektion und dem dazugehörigen Wechsel des Gabelöls gezeigt hat. Wir zerlegen die Gabel, dann wird das Standrohr auf Verzug geprüft - alles gerade. Dann werden die Teile gereinigt und anschließend das Aluminium von den Spuren eines langes harten Lebens befreit, was bedeutet: Schleifen, schleifen und nochmals schleifen... Ich arbeite unterdessen an der hinteren Nabe meiner SL 350, die mir Freund und Schrauberkollege Holger bereits vor einiger Zeit mit einem neuen Stahlring für die Bremstrommel versehen hat. Das Polieren der Teile schenken wir uns aber, sonst wird's zu spät.
11.01.2026 - Am Sonntag Nachmittag geht's weiter, Dieter zieht sich ein Ganzkörper- kondom an und poliert das Tauchrohr am Schleifbock. Aber er passt einmal nicht richtig auf, das Tauchrohr verhakt sich kurz an der Polierscheibe und schlägt gegen die Maschine - ein paar Macken zieren nun das fast fertige Teil - ärgerlich! Wir können die Macken fast komplett beischleifen, dann wird erneut poliert. Das Ergebnis sieht trotz des Rückschlags ziemlich gut aus. Nach dem Reinigen sollen die Gabelteile wieder zusammengesetzt werden, aber irgendwie erschließt sich die Funktion der unteren kleinen Feder nicht so ganz. Erst der Blick in Teilekatalog und Handbuch sowie das Zerlegen einer defekten Gabel aus meinem Fundus klärt die Lage. Aber es gibt ein weiteres Problem: Der kleine "Kolbenring" rund um den Dämpferkolben ist ganz schön verschlissen, wir brauchen Ersatz. Der ist aufzufinden, mit gut 8 Euro pro Stück nicht ganz billig, aber alternativlos. Wir ordern 4 Stück, 2 davon werden bei passender Gelegenheit die Gabel meiner CB zieren. Also erstmal abwarten, bis die neuen Teile an Land kommen, dann geht's weiter.
28.02.2026 - Zeit wird's, wieder an der Honda zu arbeiten - wir haben abgewartet, bis die Temperaturen wieder ertäglich sind. Bei Dieter werden die Zündspulen mitsamt Halterung aus dem Mopped ausgebaut, dann dackeln wir in meinen Bastel- keller. Zuerst wird der Gabelholm zusammengebaut, mit neuem Simmerring und neuem Dämpfer-"Kolbenring". Die Zündspulen machen viel, viel mehr Arbeit: Die neuen Spulen haben zwar fast die gleichen Abmessungen, aber die Befesti- gungsbohrungen passen nicht, also müssen wir praktisch ähnliche Halterungen anfertigen wie an meiner CB. Die alte Halterung der Spulen taugt nur zum Maß- nehmen, wir nehmen 5mm VA Blech und VA Sechskantstäbe, dann wird gemessen, gesägt, gebohrt, geschweißt, geflext und Gewinde geschnitten, bis die Spulen an die Rahmenbefestigung passen sollten, nach über 5 Stunden (!) sind wir endlich fertig, nicht, ohne am Ende kurz zu zweifeln, ob wir nicht doch noch einen Fehler gemacht haben - das stimmt zum Glück nicht, aber es ist ein deutliches Signal, das wir zu viel Zeit im Bastelkeller verbracht haben und die Zelte abbrechen müssen. Aber wir habens's geschafft, nun müssen der Gabelholm und die neuen Spulen "nur noch" angebaut werden, mal sehen, wann wir Zeit haben und das Wetter passt.
28.03.2026 - Das Wetter ist gruselig - Werkstatt-Zeit! Zuerst machen wir uns in Dieter's Werkstatt über die Gabel her: Die Schutzblechstreben werden abgeschraubt, die Gabelbrücken gelockert, der Gabelstopfen entfernt, die Vorderachse ausgebaut, das Restöl abgelassen und das Vorderrad ausgebaut, dann kann der komplette Gabelholm entnommen werden. Der überholte andere Holm wird eingebaut, alles wieder montiert und frisches Öl eingefüllt. Dann sollen "mal eben" die neue Zündspulen montiert werden, aber das zieht sich: Unsere angefertigten Halterungen müssen angepasst werden, das geht am besten am Schleifstein, den nun neben Schleifabrieb auch noch ein Stück meiner Daumenhaut und -fleisch ziert... Ganz knapp passen nun die Anschlußschrauben der Zündspulen an unseren Halterungen vorbei. Wir brauchen auch noch längere Halteschrauben, die ebenfalls modifiziert werden müssen. Zu guter Letzt haben wir große Mühe, passende "Bullet" Stecker zu finden - meine sind allesamt ein paar Zehntel zu dünn. Ein Tropfen Lötzinn auf den Steckern hilft, wir fertigen noch passende neue Zündkabel an und endlich können wir prüfen, ob der Motor anspringt. Nach nur wenigen Versuchen läuft er, erst auf einem, dann auf beiden Zylindern - Striiiike! Probefahrt fällt angesichts der Wetters leider aus, aber wir sind guter DInge, das auch die Gabel dicht ist. Nachdem wir den Motor ein paar Minuten haben warmlaufen lassen, packen wir das Werkzeug zusammen und schließen die Werkstatt ab - fast 6 Stunden hat die Aktion gedauert!
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Letztes Update: 29.03.2026 |
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